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News der Energiegenossenschaft Ingersheim und Umgebung eG


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Spatenstich wurde gefeiert

Große Freude bei der Energiegenossenschaft
über den vollzogenen Spatenstich

Ingersheim, 18. September 2011

Zwei Wochen nach dem Baustart und dem Beginn der Erschließungsarbeiten konnte die Energiegenossenschaft Ingersheim und Umgebung eG am vergangenen Samstag, dem 17. September 2011, zusammen mit ihren Mitgliedern den symbolischen Baustart feiern.

Dazu trafen sich über 170 Mitglieder am Nachmittag auf der Baustelle an der Landesstraße zwischen Ingersheim und Besigheim.

Durch mehrere Faktoren begünstigt schritten die Bauarbeiten in den ersten beiden Wochen schneller als geplant voran und so wurden die Mitglieder kurzfristig im Laufe der Woche zum Spatenstich eingeladen. Der unermüdliche Einsatz der an der Erschließung beteiligten Firmen, die hilfreiche Unterstützung durch einige Mitglieder und nicht zuletzt das trockene Wetter trugen wesentlich dazu bei, dass am Samstag, noch rechtzeitig vor dem Beginn der kleinen Feierstunde, der Aushub für das Fundament fertig gestellt werden konnte.

So freute sich Vorstand Dieter Hallmann zu Beginn der kleinen Feierstunde sehr, zahlreiche Mitglieder und Unterstützer des Projekts begrüßen zu können. Neben den Mitgliedern der Energiegenossenschaft waren auch Bürgermeister Volker Godel, der sich bereits frühzeitig klar für das Windrad-Projekt ausgesprochen hatte, und zahlreiche Vertreter des Ingersheimer Gemeinderates anwesend.

Dank an alle, die sich für das Projekt einsetzen

Ganz besonders begrüßte Hallmann auch die beiden Landtagsabgeordneten Daniel Renkonen von den GRÜNEN und Thomas-Reusch Frey von der SPD, der auch Mitglied der Energiegenossenschaft ist. Beide haben durch ihre persönliche Unterstützung und die politische Unterstützung ihrer Parteien dazu beigetragen, dass unser Projekt voranschreiten konnte und u.a. der Petitionsausschuss noch vor der Sommerpause eine Entscheidung bezüglich der eingereichten Petition treffen konnte.

In den Dank eingeschlossen wurde auch die Rechtsvertreterin der Genossenschaft, die uns bei den wichtigen Abstimmungen begleitete, und der BUND, der sich durch eine positive Stellungnahme für unser Projekt einsetzte und u.a. darauf verwies, dass sich die Energiegenossenschaft vorausschauend um artenschutzrechtliche Belange gekümmert hat. Die Stellungnahme des BUND bestätigt, dass wir uns als Energiegenossenschaft auch dem Umwelt- und Naturschutz verpflichtet fühlen.

Auch bei den zahlreich anwesenden Pressevertretern bedankte sich Hallmann für die meist objektive Berichterstattung.

Der größte Dank ging aber an die Gründungsmitglieder, die mit ihren Fähigkeiten und ihrem Einsatz dazu beigetragen haben, dass der Stand bis zum heutigen Tag erreicht werden konnte.

Ablehnung der Widersprüche war Startsignal für die Umsetzung

Nach der Zurückweisung der Petition und der anschließenden Ablehnung der Widersprüche durch das Regierungspräsidium wurde schließlich der Antrag der Energiegenossenschaft auf Sofortvollzug genehmigt. Die Genehmigung wiederum war das Startsignal für die Umsetzungsplanung und den Beginn der Erschließungsarbeiten.

Vorstand Dieter Hallmann erwähnte auch die beiden derzeit noch anstehenden Klagen beim Verwaltungsgericht, zu denen die Genossenschaft eine Stellungnahme abgegeben hat. Über einen ebenfalls vorliegenden Eilantrag zur Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Klagen soll bald entschieden werden. Wir sehen diesen Entscheidungen erwartungsfroh entgegen und sind überzeugt, dass es keine berechtigten Gründe und Argumente gegen Genehmigung unseres Windrad-Projekts gibt.

An die Adresse der Projektgegner gerichtet äußerte Hallmann die Hoffnung, dass in naher Zukunft bei einem Bürgerwindradfest auch die bisherigen Gegner mit am Tisch sitzen und dann rückblickend erkennen, dass ihre Befürchtungen nicht eingetreten sind. Denn die Argumente der Windradgegner sind wenig glaubhaft und durch unrealistische Szenarien, die nichts oder nur sehr wenig mit dem Standort zu tun haben, werden immer wieder Ängste geschürt.

Hallmann betonte, dass ein Wandel immer mit Veränderungen verbunden ist und ohne Veränderungen die Zukunft für unserer Kinder und Nachfahren nicht mehr lebenswert sein wird. So ist das Bürgerwindrad von Ingersheim zum Schlüsselprojekt für viele weitere mögliche Windradstandorte in Baden-Württemberg geworden und bildet künftig ein weithin sichtbares Zeichen für den Wandel zur sauberen Stromerzeugung. Die Energiegenossenschaft mit ihren mehr als 350 Mitgliedern sieht sich dabei in hohem Maße auch dem Natur- und Umweltschutz verpflichtet, was nicht zuletzt durch die zahlreichen Maßnahmen, die im Rahmen des Genehmigungsprozesses festgelegt wurden, unterstrichen wird.

Abschließend wünschte sich Vorstand Dieter Hallmann noch einen unfall- und konfliktfreie Bauzeit und übergab das Wort an Architekt Mathias Orth.

Stand der Arbeiten und weitere Schritte

Mathis Orth erläuterte anschließend den Stand der Bauarbeiten und die weiteren Schritte. Die bisherigen Arbeiten wurden direkt durch die Energiegenossenschaft und Architekt Mathias Orth gesteuert. In der kommenden Woche erfolgt die Abnahme der Fundamentgrube durch einen Geologen und die Übergabe an die Firma Enercon, die dann als Generalunternehmer alle weiteren Baumaßnahmen koordinieren und durchführen wird. Die Erstellung des Fundaments wird in ca. 2-3 Wochen beginnen.

Neben der Zufahrt und einem Wendehammer für die Baufahrzeuge und Tieflader wurde zunächst insbesondere die Kranstellfläche vorbereitet. Daran anschließend werden noch temporär Lagerflächen entstehen, die nach Fertigstellung der Anlage - wie auch ein großer Teil der Wege- und Wendeflächen - vollständig wieder zurückgebaut werden. Lediglich die Kranstellfläche muss für evtl. notwendige spätere Wartungsarbeiten erhalten bleiben.

Die ausgehobene Grube wird zur Stabilisierung des Fundaments zunächst zum Teil wieder mit Schottermaterial aufgefüllt. Dabei kommt, wie bei allen verfüllten Flächen, recyceltes Material zum Einsatz. Das darauf aus ca. 550 t Beton und 40 t Stahl gegossene Fundament wird ca. 3,50 m hoch und hat einen Durchmesser von knapp 20 m. Nach dem gleichen Prinzip wie bei Stuttgarter Fernsehturm, den man vom Windrad-Standort bei normalen Sichtbedingungen gut im Süden erkennen kann, ergibt sich eine Stabilisierung vor allem durch das Eigengewicht der Anlage.

Grußwort von Bürgermeister Godel

In einem kurzen Grußwort ging Bürgermeister Volker Godel nochmals auf die politische Entwicklung und die bereits im Jahr 2005 erfolgte Ausweisung eines Vorranggebiets auf der Gemarkung Ingersheim ein. Er bezeichnete den heutigen Tag als wichtigen Tag für Ingersheim. Er bedankte sich bei den Initiatoren und wünscht dem Projekt einen weiterhin guten Verlauf.

Symbolischer Spatenstich

Wie es sich für einen ordentlichen Baustart gehört, sollte nun natürlich auch noch der traditionelle symbolische Spatenstich durchgeführt werden. Da es für den Spatenstich für das Fundament aufgrund der weit vorangeschrittenen Arbeiten bereits zu spät war, wurde stattdessen der von einem kleinen Windrad gekrönte Stab, der bisher den Standort des Turms markiert hatte, neben der Baugrube neu eingesetzt.

Dabei griffen die Vorstände Dieter Hallmann und Jürgen Bothner, der Aufsichtsratsvorsitzende Heinrich Blasenbrei-Wurtz, Architekt Mathias Orth und Bürgermeister Volker Godel tatkräftig zu Schaufel und Spaten.

Nachdem dieser symbolische Akt vollzogen war, luden die Initiatoren die Anwesenden noch zu einem kleinen Umtrunk ein. In vielen Gesprächen kam dabei zum Ausdruck, wie sehr sich auch alle Mitglieder darüber freuen, dass es nun endlich losgegangen ist.

So sehen wir erwartungsfroh dem weiteren Verlauf der Arbeiten entgegen und freuen uns schon heute darauf, hoffentlich bald die Inbetriebnahme der Anlage  gemeinsam feiern zu können.

Abschließend möchten wir uns noch bei allen bedanken, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben. Durch eine sehr gute Zusammenarbeit ist es gelungen, innerhalb weniger Tage die Veranstaltung zu organisieren und durchzuführen. Viele haben sich zum Teil auch ganz spontan eingesetzt und mitgeholfen. Es ist schön zu sehen, wie auch in diesem Fall der Einsatz und das Engagement für eine gemeinsame Sache zum Erfolg führen.